Die europäische Logistik schwächt sich spürbar ab. Der gemeinsame Bericht von IRU / Upply zeigt, dass der Spot-Index im ersten Quartal 2025 um 3,8 Punkte gefallen ist und im zweiten Quartal weiter auf 132,2 Punkte sank. Ursache sind stagnierende Nachfrage, geringere Exporte und Unsicherheit im internationalen Handel.
Für die Textilindustrie können niedrigere Transportkosten die Margen verbessern. Gleichzeitig deuten sie jedoch auf kleinere Transportvolumina und eine kühlere wirtschaftliche Gesamtstimmung hin.
Spanische Textilunternehmen profitieren kurzfristig von günstigeren Transportkosten, müssen aber gleichzeitig eine schwächere Endkundennachfrage und mögliche Verzögerungen in der Lieferkette einkalkulieren. Effizienz, Zuverlässigkeit und Nähe gewinnen an Bedeutung, da Preis allein nicht mehr ausreicht.
Das aktuelle Umfeld bietet zudem Chancen: bessere Vertragsverhandlungen, optimierte Lieferketten und stärkere Digitalisierung können die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen.
Sinkende Transportkosten sind kein Grund zur Euphorie, sondern ein Zeichen eines belasteten Marktes. Die Textilbranche muss Kostenersparnisse sorgfältig gegen Risiken abwägen.